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Aktuelle Neuigkeiten aus dem Unternehmen Biochem.

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Ein Mykotoxin kommt selten allein

29.10.2018

Im Futter treten oftmals verschiedene Mykotoxine auf, die unterschiedliche Strukturen aufweisen. Effektive Mykotoxinbinder müssen so aufgebaut sein, dass sie möglichst viele von diesen unterschiedlich strukturierten Mykotoxinen binden. B.I.O.Tox® von Biochem weist in diesem Zusammenhang sehr gute Werte auf.

Schimmelpilze und deren Mykotoxine stellen trotz hoher Qualitätsstandards ein Problem in Futtermitteln dar. Mykotoxine sind sekundäre Stoffwechselprodukte von verschiedenen Schimmelpilzarten, welche bereits in geringsten Konzentrationen toxisch wirken können. Unterschiedliche Analysen haben ergeben, dass ein Großteil der (Futter-)Proben mit zwei oder mehr Mykotoxinen kontaminiert sind. Dieser Umstand lässt das Risiko mykotoxinbedingter Erkrankungen, sogenannter Mykotoxikosen, stark ansteigen. Die Problematik wird noch dadurch verschärft, dass einige Mykotoxinkombinationen hinsichtlich ihrer Toxizität synergetisch wirken. Obwohl eine akute Mykotoxinvergiftung eher selten auftritt, werden durchaus Leistungseinbrüche beim Tier beobachtet. Diese äußern sich im Wesentlichen in unspezifischen Symptomen wie beispielsweise in einer reduzierten Futteraufnahme und -verwertung.

Ein modernes Mykotoxinmanagement stellt eine Reihe von Maßnahmen zur Verfügung, um das Risiko einer mykotoxinbedingten Vergiftung zu minimieren. Hier hat sich der Einsatz von Mykotoxinbindern bewährt, welche dem Futter zu dosiert werden und die Toxine im Verdauungstrakt der Tiere irreversibel binden. Die Beschaffenheit moderner und innovativer Mykotoxinbinder sollte so ausgerichtet sein, dass sie ein breites Adsorptionsspektrum gegenüber den unterschiedlichsten Mykotoxinen aufweisen. Die, derzeit auf mehrere Hundert geschätzten Mykotoxine weisen eine enorm hohe Strukturvielfalt auf, welche sich maßgeblich auf die Mykotoxin-Mykotoxinbinder-Affinität auswirkt. Zu den wichtigsten Mykotoxinen in der Landwirtschaft weltweit zählt sicherlich das Aspergillustoxin Aflatoxin B1, das Penicilliumtoxin Ochratoxin A sowie die Fusariumtoxine Zearalenone, Deoxynivalenol, Fumonisin B1 und T2-Toxin.

Diese Mykotoxine bildeten die Grundlage für die Biochem-Studien, die das Unternehmen gemeinsam mit international renommierten Instituten, Universitäten und Laboratorien in den USA, Deutschland und Holland durchgeführt hat. Hierbei wurden die mykotoxinspezifischen Bindungseigenschaften untersucht und dokumentiert.

Viele Mykotoxinbinder basieren hauptsächlich auf verschiedenen Schichtsilikaten (Phyllosilikate) wie Bentonit, Kaolinit, Sepiolith oder Vermiculit und/oder den Gerüstsilikaten (Tektosilikate) wie Klinoptilolith (Zeolith) und/oder amorphem Siliziumdioxid wie Kieselgur (Diatomeenerde). Auf den ersten Blick scheinen sich die Typen von Silikaten nur marginal zu unterscheiden. Die Biochem-Laborstudien belegen jedoch eindeutig, dass sich sehr große Unterschiede im Bindungsverhalten dieser Mineralien nachweisen lassen.

Produktentwicklung

Biochem hat verschiedene Rohstoffe gründlich auf ihre Bindungseigenschaften gegenüber Mykotoxinen bei unterschiedlichen pH-Werten überprüft. Dabei wurden nicht nur natürliche Rohstoffe getestet, sondern auch solche Rohstoffe, deren Oberfläche und deren Porenstruktur durch vielfältige Maßnahmen optimiert worden sind.

Auf Basis dieser Bindungsstudien wurde ein Sortiment an Mykotoxinbindern, das B.I.O.Tox® Portfolio, entwickelt. Es besitzt ein breites Bindungsspektrum gegenüber den unterschiedlichsten Mykotoxinen. Dabei gelangt B.I.O.Tox®durch die Futteraufnahme in den Verdauungstrakt der Tiere, wo es die verschiedenen Mykotoxine irreversibel bindet oder die Resorption reduziert bzw. verhindert. Polare und unpolare Mykotoxine reichern sich an der Oberfläche des Toxinbinders an (Adsorption) und werden als Komplex (Adsorbat) über die Exkremente ausgeschieden.

Diese hohe Bindungseffizienz wurde durch in vitro-Studien in verschiedenen unabhängigen Laboren nachgewiesen. Im Vergleich zu einigen getesteten Wettbewerbsprodukten lag die Effizienz von B.I.O.Tox®  u.a. bei den Mykotoxinen Zearalenon, T-2-Toxin, Ochratoxin A und Fumonisin B1 deutlich höher. So erreichten die B.I.O.Tox®-Produkte beispielsweise beim Fusariumtoxin T-2 eine Bindungseffizienz von 83 %, das stärkste Wettbewerbsprodukt weniger als 30 %.

B.I.O.Tox®-Produkte weisen also eine hohe bis sehr hohe konzentrationsabhängige Bindungsaffinität gegenüber verschiedenen Mykotoxinen auf. Die Biochem-Mykotoxinbinder können damit in Abhängigkeit von der Mykotoxinbelastung des Futters die gesundheitsschädliche Wirkung der Mykotoxine reduzieren und somit Leistungsdepressionen vorbeugen.

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