Die Futteraufnahme – Ein zentraler Erfolgsfaktor.
Die Futteraufnahme – Ein zentraler Erfolgsfaktor beim Absetzen!
Der Absetzprozess stellt für junge Ferkel eine besonders kritische Phase dar und erfordert ein sorgfältig abgestimmtes Management, um Stressreaktionen zu minimieren und die Gesundheit nachhaltig zu fördern. Ziel ist es, diese Übergangsperiode für die Tiere möglichst schonend zu gestalten und zugleich wirtschaftliche Effizienz zu sichern. Funktionelle, hefebasierte Futterkomponenten können in dieser Phase einen natürlichen Beitrag zur Stabilisierung der Ferkelgesundheit leisten.
Das Absetzen und seine Auswirkungen auf junge Ferkel
Beim Absetzen sind Ferkel zahlreichen ernährungsbedingten, umweltbedingten, sozialen und physiologischen Stressfaktoren ausgesetzt. Sie werden von der Sau getrennt und in eine neue Umgebung gebracht, in der sie einem hohen Pathogendruck sowie unbekannten Mikroorganismen begegnen. Gleichzeitig ist ihr Immunsystem noch nicht vollständig ausgereift, was die Anfälligkeit für Infektionen erhöht. Diese Stressoren können die Darmgesundheit und -funktion beeinträchtigen und zu mikrobiellen Dysbalancen, Entzündungen, Zottenatrophie sowie erhöhter Darmpermeabilität führen, wodurch es insbesondere in der ersten Woche nach dem Absetzen häufig zu Absetzdurchfall kommt. Hinzu kommt, dass sich die Ferkel an festes Futter gewöhnen müssen, während sich ihr Verdauungssystem noch in der Entwicklung befindet. Folglich stellt das Absetzen eine der anspruchsvollsten Phasen im Leben eines Ferkels dar, die oft zu einer verminderten Futteraufnahme, gesundheitlichen Problemen und Wachstumsrückständen führt.
Der Magen-Darm-Trakt spielt eine zentrale Rolle für die Gesundheit junger Ferkel, da er für die Futterverdauung und Nährstoffaufnahme verantwortlich ist, den Flüssigkeitshaushalt reguliert sowie die Sekretion von Enzymen und Antikörpern unterstützt. Gleichzeitig dient er als wichtige Barriere gegen Pathogene. Da sich rund 70 % des Immunsystems im Darm befinden, bestimmt dessen Zustand maßgeblich, wie gut ein Ferkel mit dem Absetzstress zurechtkommt. Ein sorgfältiges Management, insbesondere die Wahl des richtigen Absetzzeitpunkts und eine angepasste Fütterungsstrategie, ist daher entscheidend, um absetzbedingte Probleme zu minimieren.
Die Steigerung der Futteraufnahme – Der Grundstein für ein erfolgreiches Absetzen
Die Trennung von der Sau geht mit einer Futterumstellung einher. Ferkel müssen sich von der schmackhaften und leicht verdaulichen Sauenmilch auf ein festes Futter umstellen, das weniger schmackhaft und schwerer zu verdauen ist. Dies führt häufig zu Appetitverlust und einer verringerten Futteraufnahme, was sich negativ auf die Darmmorphologie, die Verdauungsleistung und die Nährstoffversorgung auswirkt und letztlich die Energieversorgung der Ferkel reduziert. In der Folge wird die Futteraufnahme weiter reduziert, wodurch ein sich selbst verstärkender Kreislauf entsteht.
Um die Futteraufnahme zu stabilisieren, sollte das Futter grundsätzlich hochwertige, schimmel- und oxidationsfreie Inhaltsstoffe enthalten sowie eine ausgewogene Energie- und Nährstoffdichte aufweisen. Die Ration sollte das bedarfsgerechte Verhältnis an Aminosäuren, Vitaminen, Mineralstoffen, Fetten und Ballaststoffen aufweisen, um den physiologischen Anforderungen der Ferkel gerecht zu werden. Neben der Nährstoffzusammensetzung ist auch die Verdaulichkeit des Futters, die eng mit der Passagerate verknüpft ist, ein entscheidender Faktor für die Futteraufnahme, ebenso wie die physikalischen Eigenschaften des Futters. Zusätze wie schmackhafte Proteine (z. B. Süßmolkeproteine, Schweineblutplasma), Süßstoffe, Aromen, phytogene Zusatzstoffe oder Umami-Geschmacksverstärker sind dafür bekannt, die Futteraufnahme zu fördern. Trotz ihrer nachgewiesenen Wirksamkeit stoßen etablierte Komponenten wie Schweineblutplasma oder pharmazeutisches Zinkoxid zunehmend auf Akzeptanzprobleme oder unterliegen regulatorischen Einschränkungen. Vor diesem Hintergrund hat das Interesse an natürlichen Alternativen deutlich zugenommen. Hefebasierte Produkte erweisen sich dabei als vielversprechender Ansatz zur Unterstützung der Futteraufnahme, der Darmgesundheit und der Immunfunktion.
TechnoYeast - Zusammensetzung und Wirkprinzip
TechnoYeast ist ein funktionelles Einzelfuttermittel auf Basis von Kluyveromyces fragilis, das zur Unterstützung der Futteraufnahme sowie der Darmgesundheit, des Wachstums und der Vitalität von abgesetzten Ferkeln eingesetzt wird. In seiner Wirkung ist TechnoYeast mit Einzelfuttermitteln wie Schweineblutplasma vergleichbar und kann diese unter bestimmten Bedingungen übertreffen. Reich an funktionellen, umami-schmeckenden Aminosäuren wie Glutamin- und Asparaginsäure, RNA zur Lieferung von Nukleotiden sowie verdaulichen Di- und Tripeptiden bietet es eine wirksame Kombination zur Verbesserung der Futterakzeptanz, der Immunität und der Darmgesundheit. Seine Hefezellwandbestandteile, darunter Mannan-Oligosaccharide und β-Glukane, tragen zur Darmgesundheit bei, indem sie Krankheitserreger reduzieren und das Immunsystem stimulieren.
Die Abbildungen 1–3 zeigen die positiven Effekte von TechnoYeast bei abgesetzten Ferkeln nach einer etwa 14-tägigen Fütterung in empfohlener Dosierung. Zusammengefasst dargestellt sind die Ergebnisse mehrerer Versuche zur durchschnittlichen Futteraufnahme, durchschnittlichen täglichen Zunahme und durchschnittlichen Futterverwertung über einen Zeitraum von ungefähr 42 Tagen nach dem Absetzen. Berücksichtigt wurden sowohl Versuche mit vollständigem oder teilweisem Ersatz von porzinem Blutplasma durch TechnoYeast als auch Vergleiche von TechnoYeast mit einer kommerziellen Kontrollration ohne Hefezusatz. TechnoYeast erzielt vergleichbare Leistungen wie Blutplasma und verbessert sämtliche Parameter gegenüber der Kontrollration, was die positiven Effekte auf Appetit, Darmgesundheit und Funktionalität belegt.
Ein Einblick in die geschmacksverstärkenden Inhaltsstoffe
Glutaminsäure und ihre Salze werden aufgrund ihrer funktionellen und ernährungsphysiologischen Eigenschaften in Lebens- und Futtermitteln als Geschmacksverstärker eingesetzt. Sie stimulieren primär den Umami-Geschmack, der häufig als „würzig“ beschrieben wird. Auch Asparaginsäure trägt zur Ausprägung dieses Geschmacks bei, wenn auch in geringerem Maße. Ferkel zeigen eine ausgeprägte Präferenz für Umami-Aromen, da diese einen hohen Proteingehalt im Futter signalisieren, der für Wachstum und Entwicklung von zentraler Bedeutung ist. In der Ferkelernährung unterstützt Glutaminsäure zudem den Stoffwechsel, das Immunsystem, die Proteinsynthese, die Neurotransmission sowie den Erhalt der Darmschleimhaut und trägt damit zur Aufrechterhaltung eines gesunden Darmgleichgewichts bei.
5′-Ribonukleotide, insbesondere Guanosin-5′-monophosphat, wie es beispielsweise in Hefe-RNA vorkommt, verstärken den Umami-Geschmack zusätzlich. Obwohl Nukleotide für sich genommen einen milden Eigengeschmack besitzen, wirken sie synergistisch mit Glutaminsäure und verstärken das Umami-Signal an den Geschmacksrezeptoren, wodurch die Attraktivität des Futters deutlich erhöht wird. Darüber hinaus sind Nukleotide für Gewebe mit hoher Zellteilungsrate von großer Bedeutung und unterstützen bei jungen Tieren sowohl die Darmfunktion als auch die Immunabwehr.
Die Schmackhaftigkeit eines Futters wird jedoch nicht ausschließlich durch das Vorhandensein einzelner Aminosäuren oder Nukleotide bestimmt. Auch die Struktur dieser Proteine hat Einfluss auf den Geschmack, denn insbesondere Di- und Tripeptide sind für ihren ausgeprägten Umami-Geschmack bekannt. Zudem ist die Herkunft des Produkts von Bedeutung für das Aroma. Nebenprodukte wie Ethanol- oder Bierhefen können den Geschmack negativ beeinflussen, da Produktionsrückstände häufig saure oder bittere Noten verursachen. Im Gegensatz dazu verleihen Primärhefen angenehme Hefe- oder Getreidenoten, während Kluyveromyces fragilis ein charakteristisches milchig-umamiartiges Geschmacksprofil liefert.
Abbildung 1-3: Auswirkungen von TechnoYeast bei empfohlener Dosierung im Prestarter (~14 Tage) auf die Leistung in der gesamten Absetzphase (~42 Tage) im Vergleich zu einer unbehandelten Kontrolle bzw. einem vollständigen/teilweisen Austausch von Blutplasma [Metaanalyse von Biochem Research; *signifikante Unterschiede zwischen den Gruppen in den einzelnen Fütterungsversuchen (p<0,05)]
Kurz gesagt
Das Absetzen ist die kritischste und herausforderndste Phase im Leben eines Ferkels. In dieser Zeit wirken zahlreiche Stressfaktoren, die häufig zu einer verringerten Futteraufnahme, einer Beeinträchtigung der Darmfunktion und einem verlangsamten Wachstum führen. Eine gezielte Unterstützung der Futteraufnahme in dieser Phase ist entscheidend, um sowohl die Darmgesundheit als auch die allgemeine Gesundheit zu erhalten.TechnoYeast ist ein funktioneller, schmackhafter Futterzusatz auf Basis des Hefestamms Kluyveromyces fragilis, der sich als geeignet erwiesen hat, den Appetit und die Darmgesundheit abgesetzter Ferkel zu unterstützen.











